knutlange motion control photography

Filmhistorisch gesehen ist die rechnergesteuerte, bewegte Einzelbildaufnahme die Geburtsstunde von Motion Control - die kontrollierte Bewegung mit dem Computer. Die ersten Systeme wurden Mitte der 60er Jahre in den USA gebaut.

Oxperry Optische Bank (1975)

Stop Motion Aufnahmen wurden häufig mit modifizierten Optischen Bänken oder Tricktischen hergestellt. Die spektakulärsten Ergebnisse zu dieser Zeit waren Streak- und Slit Scan Aufnahmen.

Multiplantricktisch mit Computersteuerung (1982)

Aus den ersten, langsamen Motion Control Anlagen entwickelten sich über Jahre auch Realtime-Systeme, die aber immer noch keine hohen Geschwindigkeiten erlaubten, sowohl auf der mechanischen Seite als auch auf der Rechnerseite. 

Motion Control Anlage (1991)

In den 70er und 80er Jahren wurden verstärkt Motion Control Rigs eingesetzt, die vollkommen neuartig konstruiert waren. Horizontal auf zum Teil über 20 Meter langen Präzisionsschienen fuhren Rigs, welche unterschiedliche Aufgaben hatten. Da gab es die Kamerarigs einerseits und die Modellrigs andererseits, beide aber jeweils mit einer Vielzahl von computergesteuerten Motoren, damit Modelle in ihren Bewegungen so natürlich wie möglich aufgenommen werden konnten - und wiederholbar, um Effekte zu realisieren.  Mit diesen neuen Motion Control Systemen entwickelten sich naturgemäß auch neue Anwendungsmöglichkeiten, und die Forderung der Anwender und Kreativen nach höheren Geschwindigkeiten und ausgereifteren Programmen wurde immer lauter. 

MILO Motion Control (ab 1995)

So stehen heute, fünf Jahrzehnte nach dem ersten Motion Control Start, mobile und stationäre Echtzeit-Systeme zur Verfügung, die im Zusammenspiel mit den modernen Nachbearbeitungssystemen und des digitalen Films  keine Wünsche mehr offen lassen.

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